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Leben als FußfetischistTrotz sexueller Aufklärung und Enttabuisierung vieler heikler Themen, müssen dennoch viele Fußfetischisten ein Leben in Zwielicht führen. Eine harte Zumutung für viele Liebhaber schöner Füße. Es ist häufig unbegreiflich wie sich Meinungen und Vorurteile in der Bevölkerung bilden. Die Medien beherrschen die Meinung der breiten Masse. Dabei wird nicht selten auch in renommierten Magazinen die angeblich gut recherchiert und verlässlich sein sollen, viele Halbwahrheiten weitergetragen. Da wird schnell Fußfetischismus mit BDSM und anderen Sexualpraktiken gleichgesetzt und teilweise gar als krankhaft verschrien. Unsere Redaktion hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Fußfetisch einen Einzug in die Gesellschaft zu ermöglichen. Darum sind wir dem Erik auch besonders Dankbar, dass er sich bereit erklärt hat über sein Leben und seinen Fußfetisch zu berichten. "Als ich damals meiner Freundin erzählt habe, dass ich ihre Füße ‚süß' finde hat sie erst gelacht." Erzählt uns Erik bei einem Interview. "Später habe ich sie gefragt ob sie mir einen ‚footjob' macht, sie fand es seltsam, hat es aber dennoch versucht. Es hat mich unglaublich erregt, auch wenn es für sie sehr ungewohnt war und sie es nicht fertig bringen konnte." Erik ist ein Fußfetischist, wie viele andere. Er wusste schon lange von seinen Neigungen, hatte jedoch starke Hemmungen das Wort "Fetisch" überhaupt auszusprechen. "Wenn man etwas mag, was andere seltsam finden, dann möchte man es nicht unbedingt an die große Glocke hängen" Dabei spielt es keine Rolle, um welche Vorliebe es sich handelt. Wer sich als Fußfetischist outet, muss nicht selten mit Konsequenzen in der Gesellschaft rechnen. Fetischismus ist trotz der stetigen Liberalisierung immer noch ein delikates Thema. "Viele wissen gar nicht was Fußfetisch ist." Schlussfolgert Erik und erzählt aus seiner Jugend: "Als ich damals noch während meiner Schulzeit, da habe ich gerade mein Abitur gemacht, einem Freund erzählt habe, dass ich besonders auf Füße stehe. Er hat mich entgeistert angeschaut und mich gefragt ob ich auch auf Leder, Fesseln und Bestrafung stehe." Damit beschreibt Erik, etwas was vielen widerfährt, die ihr Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit ausüben wollen und ihren Fetischismus offen zur Sprache bringen. Auf die Frage, ob er sich selbst als Fetischist betrachtet antwortet uns Erik: "Ich muss mich nicht als etwas betrachten. Es gibt Männer, die stehen auf Blondinen, andere stehen auf Rothaarige. Ich für meinen Teil interessiere mich nicht für die Haarfarbe sondern für die Füße der Frau." Viele Menschen setzen mit dem Fetisch immer noch eine Verruchtheit in Verbindung. Man erwartet, dass sich Fußfetischisten mit gleichgesinnten in dunklen Kellern treffen um sich gegenseitig die Füße zu lecken. Auch wenn es auf den einen oder anderen Fetischclub zutreffen mag, so ist es bei weitem nicht die Mehrheit. "Nur weil ich die Schönheit der weiblichen Füße zu würdigen weiß, heißt es nicht dass mir alles andere egal ist. Ich habe mit meiner Freundin auch ‚ganz normalen' Sex. Es heißt auch nicht, dass mein Fetisch vor der Persönlichkeit kommt. Ich habe nicht mehr oder weniger Sexualpartner als jeder andere Mensch auch." Wir wollen von Erik wissen ob man seiner Meinung nach zu einem Fußfetischist wird, oder als einer geboren wird. Man sieht im deutlich an, dass er zwar mit dieser Frage gerechnet hat, aber trotzdem erst die richtigen Worte finden muss, um eine passende Antwort geben zu können. "Ich glaube es ist von beidem etwas." holt Erik aus und fährt fort "Ich kann nicht behaupten, dass ich schon als Kind eine besondere Beziehung zu Füßen hatte. Auch als ich das erste Mal auf Mädchen aufmerksam wurde, die mir gefallen haben, habe ich am wenigsten an ihre Füße gedacht." Eine stetige Entwicklung soll es gewesen sein, so dass Erik sich gar nicht bewusst war Fußfetischist zu sein. "Natürlich bin ich schon als Kind gerne barfuss rumgelaufen, aber es hatte keinerlei Hintergedanken oder sexuellen Reiz, es war einfach schön." Wir fragen Erik wann er denn von seinem Fußfetisch erfahren hat und sind über die Antwort nur wenig verwundert "Ich weiß es nicht." gesteht er uns. Er erzählt uns von einer stetigen Entwicklung. "Ich liebe ja nicht nur Füße, auch wenn Füße meine größte Leidenschaft sind." Für die meisten Fußfetischisten sind Füße nur ein weiteres Schönheitsmerkmal. So wie für andere eine schöne Taille, ein knackiger Po oder pralle Brüste. Das ist wohl zum einen der Grund warum sich viele Fußfetischisten auch ungern als solche bezeichnen, sondern den Begriff "Fußliebhaber" bevorzugen. Zum anderen spricht man kaum über seine Vorlieben, da man in der Gesellschaft immer noch sehr starken Vorurteilen ausgesetzt ist. Aufklärung und Information ist jedoch die einzige Möglichkeit mit Vorurteilen aufzuräumen. Für die Zukunft wünscht sich Erik, "dass die Menschen mich nicht nur nach meinem Fetisch beurteilen und ich genau so offen mit meinen Vorlieben leben kann, wie mit jeder anderen sexuellen vorliebe auch." Im Namen der ganzen Redaktion wünschen wir es dir auch und werden weiterhin unseren Beitrag für die Akzeptanz und Toleranz von Fußliebhabern leisten. |